Ich hab's letzte Woche auf der Montanuni erzählt: Mein Sohn ist 14 und kann (noch) nicht programmieren. Seit ein paar Wochen baut er einen Roboter: Raspberry Pi, Kettenfahrwerk, Kamera, Ultraschall. Am 1. Oktober ist er das erste Mal gefahren. Vor der Wand bleibt er von selbst stehen.
Er stellt der KI keine Fragen. Er gibt ihr Aufgaben. Er schickt Anforderungen und prüft, was zurückkommt. Wenn der Roboter nicht fährt, war die Anforderung schlecht, nicht die KI. Für mich ein AI-Native wie ich ihn mir vorstelle :)
Das hat er nur leider nicht in der Schule gelernt. Dort ist KI vor allem ein Problem: Hausübungen, die vielleicht nicht selbst geschrieben sind, und Programme, die das erkennen sollen. In meiner Vorlesung an der Montanuni hat so ein Programm letzte Woche 20 von 24 Bewerbungen als maschinell markiert, um das Problem zu zeigen.
Ich wünsche mir, dass Kinder KI so kennenlernen wie mein Sohn: als Werkzeug, mit dem man etwas baut, Ziele erreicht, und an dem man scheitern darf. Dafür braucht es kein neues Fach. Es braucht Lehrer, die es selbst so benutzen dürfen.
Zuerst erschienen auf LinkedIn.
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