Acht Hersteller, zwei Fragen. Komm ich als Fahrer an meine Daten? Und kann ein anderes Unternehmen sie über eine Schnittstelle bekommen?
Angeschaut hab ich mir nur, was die Hersteller selbst öffentlich dokumentieren. Portale ändern sich laufend, das ist also eine Momentaufnahme.
BMW: CarData-Portal für Kunden, kostenlos, inklusive Streaming. Zugang für Dritte gibts, der kostet aber, und zwar ordentlich.
Mercedes-Benz: Freigabe über Mercedes me, eigenes Developer-Portal für den Drittzugang nach Data Act. Auch hier für Unternehmen alles andere als günstig.
Volkswagen: Data-Act-Portal für Kunden. Die bisherige Schnittstelle wurde im Mai geschlossen.
Stellantis: Privacy Portal mit Auskunft. Für Unternehmen ein kostenpflichtiger B2B-Kanal.
Renault: JSON-Download im My-Renault-Konto. Für Unternehmen eine eigene, kostenpflichtige Plattform.
Hyundai/Kia: Data-Rights-Portal, dazu eine Vehicle-Data-API mit Developer-Antrag.
Volvo: Data Portal und Connected-Vehicle-APIs.
Toyota: Datenzugang im Kundenportal. Zum Zugang für Dritte hab ich öffentlich nichts gefunden.
Ein Portal für Kunden hat inzwischen fast jeder. Eine Schnittstelle, die ein Dritter einfach und zu vernünftigen Preisen nutzen kann, fast keiner.
Mit einem Download kann ich mir anschauen, was mein Auto so treibt. Eine Werkstatt oder ein Flottenanbieter braucht die Daten laufend und automatisiert. Genau dafür steht in Artikel 5 „kontinuierlich und in Echtzeit“.
Wenn ihr bei einem Hersteller andere Erfahrungen gemacht habt oder ich was übersehen hab: gern in die Kommentare.
Zuerst erschienen auf LinkedIn.
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